Die neue Ausstellungshalle beim Südbahnmuseum Mürzzuschlag

Mit der Weiterentwicklung der Bahnlinien geht Mitte des 19. Jahrhunderts die
Errichtung eigener Zugförderungen zur Überwachung des zunehmenden
Fahrdienstes und zur Erhaltung der Lokomotiven und Wagen einher. Zur Wartung
und Reinigung der Lokomotiven sind so genannte Heizhäuser gebaut worden.
Ursprünglich als schwerer Steinbau ausgeführt, weisen diese Heizhäuser zwei
Grundformen auf, ältere gerade und die spätere segmentförmige Bauart.
Der Rundlokschuppen in Mürzzuschlag ist 1873, im Zuge einer großen Erweiterung
der Semmeringbahn, gebaut worden. Im 2. Weltkrieg ist das Gebäude, aufgrund
der größeren Länge der Dampflokomotiven, bereits vergrößert worden.
2005 ist der Rundlokschuppen nach 132 Jahren außer Betrieb gestellt worden. 2006 vom Bundesdenkmalamt unter Schutz gestellt:

„Die Kombination der Lokmontierungshalle mit Schiebebühne (SÜDBAHN Museum) und Rundlokschuppen mit Drehscheibe bildet die letzte erhaltene Anlage dieser Art aus der Zeit der Hochblüte des Eisenbahnwesens um 1900 in Österreich. … Die beiden Bauwerke samt Schiebebühne und Drehscheibe sind daher von besonderer geschichtlicher und kultureller Bedeutung.“
Bundesdenkmalamt Wien, 30. Juni 2006
Der Rundlokschuppen gibt zwei Themenschwerpunkten Platz:
der größten österreichische Draisinen- und Motorbahnwagensammlung aus Privatbesitz
und historischen SÜDBAHN-Lokomotiven.
Die größte Österreichische Draisinen- und Motorbahnwagensammlung

Ausstellung über die geschichtliche Entwicklung der normalspurigen Draisinen, Bahnwagen und Motorbahnwagen auf Österreichs Eisenbahngleisen.
Es sind Originalfahrzeuge und Rekonstruktionen von Schienenfahrzeugen zu sehen, die im Zeitraum von 1838 bis 1970 für Bahnaufsicht und Bahnerhaltung in Verwendung waren.
Die Ausstellung ist allen Eisenbahnern und Arbeitern gewidmet, die seit dem Bau der ersten Schienenbahnen in Österreich für deren sicheren und reibungslosen Betrieb, auch in schwierigsten Zeiten und unter widrigsten Verhältnissen tätig waren.

An der Entstehung der Draisinen-Sammlung waren maßgeblich beteiligt:
die Herren Anton Braun, Ing. Gerald Breitfuss, Alfred Fleissner, Johann Gremsl,
Axel Gutmann, János Hidvégi, Rudolf Sablitzky, Ing. Herbert Schirmböck,
Ing. Václav Zahrádka und Ing. Ewald Zich.
Bei den Österreichischen Bundesbahnen wurden die Kleinwagen von den Mitarbeitern
der Werke Wörth jahrzehntelang betreut.
Die Lokomotiven im Rundlokschuppen



Das SÜDBAHN Museum – Rundlokschuppen versteht sich als „museum in progress“
und wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verändern.
Zurzeit werden im Rundlokschuppen folgende Lokomotiven ausgestellt:
Leihgaben des Technischen Museum Wien 180.01; Gmunden; Gaisberg.
Leihgaben der ÖBB Holding 91.32; Krokodil; 1042.01